Klassische Homöopathie

Klassische Homöopathie

Klassische Homöopathie zeichnet sich durch mehrere, wesentliche Prinzipien aus. Sie ist die ursprüngliche Schule der Homöopathie, folgt den Lehren Hahnemanns und seiner Schüler und greift dabei auf einen über 200 jährigen Erfahrungsschatz zurück.

Das Ähnlichkeitsprinzip

Das therapeutische Leitprinzip der Homöopathen lautet „similia similibus currentur – Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“. Das bedeutet: Eine Krankheit wird mit einem Arzneimittel behandelt, das ähnliche Symptome bei einem Gesunden erzeugen kann.

Homöopathische Arzneimittelprüfung

Am Anfang von Hahnemanns homöopathischer Forschung stand die Arzneimittelprüfung am Gesunden. In seinem ersten berühmt gewordenen Selbstversuch nahm Hahnemann als Gesunder Chinarinde ein. Er beobachtete und dokumentierte dann akribisch seine Reaktion auf die Einnahme dieses Mittels. Dabei stellte er fest, dass er Symptome der Wechselfieberkrankheit (Malaria) entwickelte, gegen die zu seiner Zeit Chinarinde als Arznei eingesetzt wurde. In der Folge begann Hahnemann weitere Stoffe zu prüfen. Bei Arzneimittelprüfungen nehmen also gesunde Probanden eine Substanz in geringen Dosen ein und beobachten, wie sie darauf reagieren. Alle körperlichen und psychischen Veränderungen oder Reaktionen werden als Prüfungssymptome notiert und systematisch dokumentiert. So entstehen die homöopathischen „Arzneimittellehren“ als umfassende Sammlungen der Wirkungsweise homöopathischer Arzneimittel.

Potenzierung

Einige der Substanzen, die Hahnemann prüfte, waren sehr giftig. Deshalb ging er dazu über, sie stark zu verdünnen und zu verschütteln. Entgegen seiner Erwartung stellte er dabei fest, dass die Wirkung der Arzneien dadurch nicht geschwächt, sondern vielmehr verstärkt wurde. Deshalb nannte er den Vorgang des Verdünnens und Verschüttelns schließlich Potenzieren, was so viel bedeutet wie Steigern der Kraft des Arzneimittels. Der Herstellungsprozess homöopathischer Mittel besteht aus einer stufenweisen Verreibung, Verdünnung und Verschüttelung der Ausgangssubstanzen.

Verordnung von homöopathischen Einzelmitteln

Ein klassisch arbeitender Homöopath wird Ihnen immer homöopathische Einzelmittel verordnen und nicht ein aus mehreren Inhaltsstoffen gemischtes homöopathisches Komplexmittel. Grund dafür ist, dass die empirischen Arzneimittelprüfungen an gesunden Testpersonen immer mit Einzelmitteln durchgeführt wurden und bei Gemischen in der Regel fehlen.

“ Dr. Hahnemann besaß einen genialen Geist und entwickelte mit der Homöopathie eine Methode, in der es keine Begrenzung gibt, um das menschliche Leben zu retten. Ich verneige mich in Ehrfurcht vor seinem Können und dem großen humanitären Werk, welches er schuf. ”

Mahatma Gandhi in seiner Rede vom 30. August 1936 zur Homöopathie

Verfasser: Florian Bruckmann, Heilpraktiker 

WWW.PRAXIS.FLORIAN-BRUCKMANN.DE

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